Gefährdetenwohnhilfe

Ambulante Gefährdetenhilfe

Ein Angebot des Diakonischen Werkes
im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr

Kanalstraße 7
45479 Mülheim an der Ruhr       [auf Karte anzeigen]

Ansprechpartner:

Roland Schiemann
Tel.: (0208) 997595
E-Mail: schiemann[at]diakonie-muelheim.de



Wem die Gefährdetenwohnhilfe hilft

Die Gefährdetenwohnhilfe existiert seit Herbst 1994. Aus der Notwendigkeit eines Unterbringungsbedarfs über die städtische Notschlafstelle hinaus stellte das Ordnungsamt das Haus für die Unterbringung von alleinstehenden, wohnungslosen Personen, die zuvor in Mülheim auf der Straße oder in Wohncontainern gelebt hatten, zur Verfügung.

In Kooperation mit dem Sozialamt bietet seitdem das Diakonische Werk genau diesem Personenkreis eine zeitlich unbefristete Unterkunft an. Die Hausbewohner sind Personen gemäß SGB XII, §§ 67 ff., „bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind.“

Ihnen ist „Hilfe zur Überwindung dieser Schwierigkeiten zu gewähren, wenn sie aus eigener Kraft hierzu nicht fähig sind.“ Die Probleme der Bewohner sind vielfältig: Der Verlust des Arbeitsplatzes, Verschuldung, das Zerbrechen von Familienstrukturen, Suchterkrankung, das Leben auf der Straße und die Resignation sind Teile einer komplexen Problematik. Alle Klienten der Gefährdetenwohnhilfe sind psychisch und/oder physisch krank.

Die Fähigkeit eine eigene Wohnung, einen Haushalt zu führen, ist bei den meisten nicht oder nicht mehr vorhanden.

Wie wir Ihnen helfen

Die Hilfe umfasst lebenspraktische und psychosoziale Beratung und Betreuung. Das niederschwellige Hilfeangebot stellt primär die Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Klienten, die Verhinderung einer fortschreitenden Verwahrlosung und die Motivierung zur Annahme von Hilfeangeboten in den Vordergrund. Gemeinsam mit jedem einzelnen Klienten wird ein Hilfeplan erstellt.

Die Gefährdetenwohnhilfe bietet bis zu zwanzig Personen in neun Doppelzimmern und zwei Einzelzimmern Unterkunft. Insgesamt sechs Gemeinschaftsküchen und vier Toiletten teilen sich die Bewohner. Sanitäreinrichtungen und eine Waschküche befinden sich im Kellergeschoss. Das Haus ist in jedem Jahr voll belegt.

Das Haus wird von einem Diplom-Sozialpädagogen, angestellt beim Diakonischen Werk, in einer Vollzeitstelle geleitet. Ein Hausverwalter, angestellt bei der Stadt Mülheim, steht für technische Belange zur Verfügung.

Kooperationspartner in der Arbeit sind u.a. Sozialagentur, Krankenhäuser, Fachärzte, Therapieeinrichtungen, psychosoziale Beratungsstellen, Wohnungsfachstelle, Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH, Gesundheitsamt, gesetzliche Betreuer/innen, Polizei und Staatsanwaltschaften.


Neuer Mut, Schutz und ein neues zuhause

Die Arbeit in der Gefährdetenwohnhilfe hat, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, Hilfe suchenden Menschen einen adäquaten Schutz geboten, Mut gemacht, das eigene Leben nicht nur als Schicksal zu begreifen, sondern Chancen zu positiven Veränderungen darin zu erkennen. In jedem Fall aber hat sie den auf Hilfe angewiesenen Menschen ein Zuhause geboten und nicht zuletzt dadurch ein würdevolles Leben ermöglicht.