Evangelische Kirche an der Ruhr

Diakonie

Diakonisches Werk
im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr

Hagdorn 1a
45468 Mülheim         [auf Karte anzeigen]

Tel.: (0208) 3003-255
Fax: (0208) 3003-280
E-Mail: gst[at]diakonie-muelheim.de

Öffnungszeiten:
montags, dienstags, freitags: 7.30 - 16.30 Uhr
mittwochs: 7.30 - 13 Uhr
donnerstags: 7.30 - 18 Uhr

Ansprechpartner:

Hartwig Kistner, Geschäftsführung
E-Mail: kistner[at]diakonie-muelheim.de

Bernd Barfuß, Verwaltung
E-Mail: barfuss[at]diakonie-muelheim.de

Ellen Hirsch, Sekretariat
E-Mail: hirsch[at]diakonie-muelheim.de



Evangelische Kirche An der Ruhr

Der Name unseres Kirchenkreises ist: Evangelischer Kirchenkreis An der Ruhr. Daraus ergibt sich für Außenstehende nicht sofort und offensichtlich, welche Stadt damit gemeint ist und welche evangelischen Kirchengemeinden dazu gehören.

Der Evangelische Kirchenkreis An der Ruhr bezieht sich im Wesentlichen auf nahezu alle Stadtteile der Stadt Mülheim an der Ruhr, zum Teil sind die Namen der Kirchengemeinden identisch mit den Stadtteilbezeichnungen, zum Teil gibt es abweichende Benennungen.

Gemeinden und Partner

Folgende Kirchengemeinden gehören zum Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr: Broich-Saarn, Speldorf, Lukas, Markus, Heißen, Vereinte Evangelische Kirchengemeinde (VEK) und Fliedner.

Die Kirchengemeinde Linnep gehört zum Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, wenngleich sie kommunal zur Stadt Mülheim an der Ruhr gehört. Die Fliednergemeinde ist Anstaltsgemeinde. Ihr Sitz ist im Mülheimer Stadtteil Selbeck. Die Fliednergemeinde kooperiert vielfältig mit der Theodor-Fliedner-Stiftung. Die Theodor-Fliedner-Stiftung ist wiederum ein weit über die kommunalen und regionalen Grenzen hinaus agierender großer diakonischer Träger, der ebenfalls Mitglied im Landesverband Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) ist bzw. Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland (DW-EKD).

Im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr sind auch andere diakonische Träger aktiv: Stiftung Glaubens- und Lebenshilfe, Theodor-Fliedner-Stiftung, Evangelische Freikirchliche Gemeinde, Stiftung Evangelisches Kranken- und Versorgungshaus zu Mülheim an der Ruhr, Evangelische Altenhilfe Mülheim an der Ruhr gGmbH, Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH, Johanniter-Unfallhilfe e. V., Evangelischer Betreuungsverein e. V.

Mit diesen Trägern kooperieren wir, es findet zwei Mal jährlich unter der Federführung unseres Diakonischen Werkes als örtlichem Wohlfahrtsverband der sog. „Runde Tisch der Diakonie“ gemäß der Satzung unseres Spitzenverbandes des Diakonischen Werkes im Rheinland statt.

Geschichte der regionalen Gemeinde- und Kirchenkreise

Wie zu Beginn gesagt: Externe Partner können sich manchmal unter der Bezeichnung Evangelischer Kirchenkreis An der Ruhr nicht viel vorstellen, daher hier einige Zeilen zur Geschichte der Gemeinde- und Kirchenkreise in der Region:

Zurückliegend bis in eine Zeitperiode von 1817 bis 1935 gibt es eine gemeinsame regionale Geschichte: Die Kreissynode Düsseldorf-An der Ruhr. Die im Jahre 1817 begründete Kreissynode Düsseldorf umfasste den Bereich der heutigen Kreissynode Düsseldorf, An der Ruhr und Essen. In diesem Gebiet gab es damals folgende Gemeinden: Düsseldorf, Erkrath, Haan, Hilden, Homberg, Kaiserswerth, Linnep, Mettmann, Ratingen, Essen, Kettwig, Mülheim (Ruhr) (siehe auch: Gemeindebuch der Kreissynode An der Ruhr, Lichtweg-Verlag GmbH Essen, 1952, Seite 23).

1864 wurde die Gemeinde Oberhausen gegründet und kam hinzu, ebenso wie bereits vorher die Gemeinden Rellinghausen, Urdenbach und Werden.

Ab 1870 kam es zu einer Trennung von Düsseldorf und An der Ruhr. Die Gemeinden an der Ruhr bildeten fortan die Kreissynode An der Ruhr. Im weiteren Verlauf und rasanten Entwicklung mit Verschiebung der Kommunalgrenzen, Ausbau der Verkehrsstraßen und Verkehrsverbindungen kam es zu einer eigenen Konstituierung der auf dem Essener Stadtgebiet liegenden Gemeinden und Ausscheiden aus der Ruhrsynode. Aus dieser Zeit resultiert, dass Kettwig aber weiterhin bei der Kreissynode An der Ruhr verblieb. Ebenso, wenn auch nur vorübergehend, die Gemeinden auf dem Oberhausener Stadtgebiet.

1954 war es aber soweit und es wurde eigenständig: „Der Evangelische Kirchenkreis Oberhausen“, gegründet aus Gebietsabtretungen der Kirchenkreise Dinslaken, An der Ruhr (Mülheim) und Recklinghausen.

Seit dieser Zeit haben wir die zu Beginn genannten Gemeinden im Gebiet der Kreissynode An der Ruhr. Bis heute sind immer wieder Anpassungen an Gegebenheiten der Zeit und entsprechende Reformen erforderlich.
So kam es insbesondere in den letzten Jahren zu Fusionen mit den vorher eigenständigen Kirchengemeinden Altstadt, Holthausen und Menden-Raadt zur Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde (VEK); von den Kirchengemeinden Johannis, Dümpten und Styrum zur Evangelischen Lukaskirchengemeinde und im Sommer 2011 die Fusion zur Kirchengemeinde Broich-Saarn. Seit 2016 gehört die Gemeinde Kettwig nicht mehr dem Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr an.

Gemäß der presbyterial-synodalen Ordnung ist jede Kirchengemeinde selbständig, gleichwohl gibt es im evangelischen Glauben und auch durch vielfältige organisatorische Verknüpfungen eine gemeinsame Organisation und vor allem auch Identität. Der Erhalt der Identität und organisatorische  Anpassung, um die kirchlichen Aufträge in der Verkündigung und Diakonie umsetzen zu können, sind ein stetiger Prozess, der sich vor allem über Gespräche, Diskussionen und lebendigen Austausch der Akteure vermittelt.

Immer wieder geht es darum, Einzelinteressen von Gemeinden, Einrichtungen und Kirchenkreis miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen. Ziel dieses Prozesses ist die so wichtige Überwindung der Grenze zwischen Kirchenkreis An der Ruhr als zentrale Organisationseinheit und Einzelgemeinde als eigenständiger Rechtsträger. Beide Aspekte sind für sich genommen wichtig und unverzichtbar, können aber letztendlich nur funktionieren, wenn es Zusammenarbeit und gemeinsame Identität gibt.

Die Entwicklung dieser gemeinsamen Identität ist derzeit zentrales Thema in Gesprächskreisen in den Gemeinden, Presbyterien, auf der Synode, in Arbeitskreisen und Symposien. Ziel ist die Erreichung eines gemeinsamen Verständnisses, dass wir alle Evangelische Kirche An der Ruhr sind.

Das Diakonische Werk gehört organisatorisch zum Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr und kooperiert auf das Engste mit den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden in den Evangelischen Kirchengemeinden. In der Praxis ist die gemeinsame Identität Realität und wir als Diakonisches Werk unterstützen den vom Superintendenten und vom Kreissynodalvorstand angetriebenen Prozess eines gemeinsamen Selbstverständnis und Handelns.


Leitbild Evangelischer Kirchenkreis Mülheim An der Ruhr

Uns eint das Leitbild des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr, das alle Aspekte einer gemeinsamen Identität abbildet und für uns die wesentliche Zukunftsorientierung darstellt:

Der Evangelische Kirchenkreis An der Ruhr

  • nimmt teil am öffentlichen Gespräch und Geschehen der Stadt,
  • ist Stimme der Schwachen und Stillen,
  • arbeitet mit den Menschen guten Willens zusammen.

Unser Leitbild von Kirche
orientiert sich am biblischen Bild vom Menschen:

  • Leben ist Geschenk Gottes.
  • Jeder Mensch ist Gott lieb und wert.
  • Zu Verantwortung und Mündigkeit sind wir berufen.
  • Mensch werden können wir nur in Gemeinschaft mit anderen, indem wir mit unseren Stärken und Schwächen leben lernen.
  • In der Seelsorge begleiten wir Menschen; wir beraten und helfen.
  • Gemeinsam suchen wir Sinn, gerade auch in Krise und Konflikt.
  • Raum und Zeit bieten wir für Ruhe, Stille und Spiritualität.

    Leben und Tod sehen wir geborgen in Gott.

 

Unser Leitbild läßt uns einstehen

  • für das Finden von Sinn in unübersichtlicher Zeit
  • für den Wert der gegenseitigen Verantwortung
  • für soziale Gerechtigkeit und den Ausgleich gesellschaftlicher Gruppen
  • für ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen
  • für die Bewahrung der Schöpfung.

läßt uns aufstehen

  • gegen Vereinzelung und Ausgrenzung,
  • gegen Beliebigkeit von Meinungen,
  • gegen grenzenlose Verfügbarkeit über das Leben.

läßt uns unser Profil verstehen

  • in der Ökumene protestantisch zu sein,
  • kritisch und selbstkritisch Verantwortung vor Gott einzufordern,
  • Bedrückte wahrzunehmen,
  • mit unseren Kompetenzen gesprächsfähig zu sein,
  • mit unseren Möglichkeiten auch scheitern zu dürfen.

Als Menschen, die sich vom Schöpfer und Erhalter dieser Welt "gebildet" sehen, werden wir in allen unseren Aktivitäten nach innen und außen selber zum Abbild unseres Leitbildes.

Wir wollen uns erkennbar machen, damit deutlich wird, mit wem man es bei uns zu tun hat.

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